Mehrschichtparkett (Fertigparkett)

 

Der Begriff "Fertigparkett" hat sich in Deutschland für mehrschichtige Parkettelemente mit fertiger Oberflächenbehandlung eingebürgert. Im Rahmen der europäischen Normung ist er durch den Begriff "Mehrschichtparkett" ersetzt worden. Mit seiner werkseitigen Oberflächenbehandlung in Form von Ölen, Wachsen oder Versiegelungen lässt sich der Boden sofort nach der Verlegung benutzen.
Mehrschichtparkett ist zwei- oder dreischichtig aufgebaut. Die Nutzschicht besteht immer aus Holz und muss nach der europäischen Norm eine Dicke von mindestens 2,5 mm aufweisen. Mittellage und Gegenzug können aus Holz, Holzwerkstoffen oder anderen Materialien bestehen. Der dreischichtige Aufbau ist besonders formstabil; mit einer Nutzschicht aus hartem Parkettholz, eine Mittellage und Gegenzug aus Nadelholz wird er am häufigsten hergestellt. Während zweischichtige Fertigparkett-Elemente vollflächig mit dem Unterboden verklebt werden, können dreischichtige Elemente auch schwimmend auf einer geeigneten Dämmunterlage verlegt werden. Dabei werden die Elemente in der Nut-/Federverbindung verleimt. Eine neu entwickelte Verbindungsmethode sind "Klick-Verschlüsse", wobei die Nut-/Federverbindung durch ein Verriegelungssystem ersetzt bzw. ergänzt wurde, so dass die Elemente einrasten und eine kraft- und formschlüssige Verbindung ohne Klebstoff eingehen.
Fertigparkettelemente lassen sich aufgrund ihres großen Formats und ihrer Nut- und Federverbindung (bzw. ihrer Kantenentrieglungssysteme) durch den handwerklich geübten Heimwerker schwimmend verlegen.

 

Zurück zur  vorherigen Seite